angels all around you Lying in the darkness – feel the blood pound in my head
Watching creeping shadows inching closer to my bed
No one here to rescue me, no strength left to cry
I paralized away my doom – I know, I'm gonna die

Look at the terror which torments this child
Nobody showed you the comfort of night

For you have angels all around you which carry you, my child
You have angels all around you
Surrounding you with light
Do not fear! I am near!

Now an adult person – fighting still the ancient fight
Lack of love and wisdom
Compensating fear with pride
No one here to carry me, no God to hear my cries
Naked and alone I stand with no one at my side

Look at the terror which torments this child
Nobody showed you the comfort of night


Übersetzung
Ich liege in der Dunkelheit, fühle, wie das Blut in meinem Kopf pulsiert,
sehe wie sich Schatten immer näher an mein Bett schleichen.
Niemand ist hier, um mich zu retten. Ich habe keine Kraft mehr übrig, um zu schreien.
Wie gelähmt erwarte ich mein Schicksal – ich weiss, dass ich sterben muss.

Seht den Schmerz, der dieses Kind quält!
Niemand zeigte dir den Trost der Nacht ...

Denn du bist von Engeln umgeben, die dich tragen, mein Kind.
Du bist von Engeln umgeben, die dich mit Licht einhüllen.
Hab keine Angst! Ich bin dir nah!

Heute, als erwachsene Person, kämpfe ich immer noch den alten Kampf.
Es mangelt mir an Liebe und Weisheit, ich kompensiere Angst mit Stolz.
Niemand ist da, um mich zu tragen, kein Gott, der meine Schreie hört.
Nackt und allein steh ich da, ohne jemanden an meiner Seite.

Seht den Schmerz, der dieses Kind quält!
Niemand zeigte dir den Trost der Nacht ...
Gedanken zum Song Die erste Strophe stellt dar, wie sich ein Kind im Dunkeln fühlen kann. Archaische Ängste gehören wohl zu jedem Menschenleben. Dennoch denke ich, gibt es Kinder, die ihnen weniger oder aber besonders ausgeliefert sind. Die Dunkelheit, die Formlosigkeit der Nacht und die Stille, die jedes kleinste Geräusch sehr deutlich und zugleich in der Fantasie verfremdet erscheinen lässt, ist eine Projektionsfläche für unser Innenleben. Sind die Schatten freundliche Engel die um mein Bett Wache stehen oder schauderhafte Dämonen, die mich erwürgen werden? Fühle ich mich grundsätzlich geborgen und in Sicherheit oder ist die mir bekannte Welt ein Ort der Unsicherheit, der Demütigung, der Qual? – Sicher, auch "wohlbehütete" erleben solche Ängste; es ist die Furcht vor dem Alleinsein, dem Ausgeliefertsein, das Bewusstsein der eigenen Schwäche und Schutzlosigkeit. Im Licht des Tages sind wir mutig und stark. Doch die Nacht mit ihren Schatten hat tausend unsichtbare Augen, die mich anstarren. Und ich wiederum kann nichts und niemanden sehen.

Auch als erwachsene Menschen tragen wir diese Ängste noch mit uns – kämpfen immer noch diesen uralten Kampf. Wenn wir uns in die Hände Gottes fallen lassen, sind wir ihnen aber vielleicht weniger ausgeliefert, können uns sicher und beschützt fühlen. Meine Stärke, das, was mich als Person ausmacht kommt dann aus Gott und ich muss nicht mehr an meinen vermeintlichen Stärken und Schwächen festhalten, mich verteidigen, kämpfen, beweisen, um mich schlagen. Geben wir unseren Kindern doch mehr Urvertrauen mit, dass sie dem Unbekannten nicht ausgeliefert sein müssen…

Reto Frischknecht, August 2009