the city (Text & Musik: R. Frischknecht, 2004) Behold the city, she is deserted
Her streets are empty and cold
The hordes who bled her have left her dying
They took her beauty and wealth

This city’s found within us all if we seek
we will find a desolated and wasted land
If we seek there is a child running through the streets
with no home and no hope for a place to sleep

Behold the city, she is deserted
Her streets are empty and cold

Behold the kingdom of light
Behold the river of life
Behold the streets full of dance and joy
Let thy kingdom come!

Behold the city, her heart is broken
she cries for mercy and help
I hear her moaning in desparation
They took her laughter away

Where is the multitude that filled her with joy?
Can you see where all the days of her wellfare went?
Can you see? Her martered body is about to decay
but her spirit will find a new place to stay

Behold the city, her heart is broken
she cries for mercy and help


Übersetzung
Siehe, die Stadt – sie ist verlassen; ihre Strassen sind leer und kalt.
Die Horden, welche sie geplündert haben liessen sie zum sterben zurück;
sie nahmen ihr Schönheit und Reichtum.

Diese Stadt findet sich in jedem von uns wenn wir suchen;
wenn wir suchen, werden wir ein ödes und verbrauchtes Land finden.
Wenn wir suchen, werden wir ein Kind entdecken, das durch die Strassen rennt –
ohne Heim und Hoffnung auf ein sicheres Nachtlager.
Siehe, die Stadt – sie ist verlassen; ihre Strassen sind leer und kalt.

Siehe, das Königreich des Lichtes, siehe den Fluss des Lebens!
Siehe die Strassen voller Tanz und Freude! Lass Dein Königreich kommen!

Siehe, die Stadt – ihr Herz ist gebrochen; sie fleht um Gnade und Hilfe.
Ich höre sie stöhnen in ihrer Verzweiflung. Sie stahlen ihr Lachen.

Wo ist die Menge, die sie mit Freude erfüllte?
Wohin sind die Tage ihres Wohlstandes gegangen?
Siehst du nicht: Ihr gemarterter Körper wird zerfallen,
doch ihr Geist wird eine neue Bleibe finden.
Siehe, die Stadt – ihr Herz ist gebrochen; sie fleht um Gnade und Hilfe.
Gedanken zum Song Dieser Text zeigt für einmal hauptsächlich die Realität gebrochener Existenzen: Nicht alle Menschen überwinden psychische und körperliche Belastungen, Schicksalsschläge, Verletzungen. Manche zerbrechen an ihrer Geschichte. Diese Realität so stehen zu lassen, finde ich wichtig. Allzuschnelles Darüberhinwegsehen und auf das Paradies nach dem Tode zu vertrösten, beleidigt meines Erachtens die Geschichte dieser Menschen; es ist ein Nicht-ernst-Nehmen. So ist aber der Refrain auch nicht gemeint. Eher in dem Sinne, dass, wenn an der harten Realität schon nichts mehr zu ändern ist, wohl der Zuspruch Jesu ganz besonders für diese Menschen gilt:

"Selig, die arm sind vor Gott; denn ihnen gehört das Himmelreich. Selig die Trauernden; denn sie werden getröstet werden. Selig, die keine Gewalt anwenden; denn sie werden das Land erben. Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit; denn sie werden satt werden. Selig die Barmherzigen; denn sie werden Erbarmen finden. Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen. Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden. Selig, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihnen gehört das Himmelreich." (Matthäus 5, 3–10)


Reto Frischknecht, April 2007