from the dawn of time (Text & Musik: R. Frischknecht, 2005)
From the dawn of time we always tried
to be like Him and paid the price
To the end of days we’ll always face
our death in time until He comes and lifts our eyes
Saves our lives ...

The playground for adults includes many toys
Weapons to kill, tools to destroy
The longing for power has taken its price
And pride is blinding our eyes

We care for nothing and try to explain
We’re storing up treasures and know it’s in vain
Afraid of our weakness we run for our lives
and cannot accept that we’ll die


Übersetzung
Seit Anbeginn der Zeit wollten wir schon wie Er sein –
und bezahlten den Preis dafür.
Bis zum Ende der Tage werden wir den Tod finden –
bis Er kommt und uns aufblicken lässt, unsere Leben errettet ...

Der Spielplatz für Erwachsene enthält viele Spielzeuge:
Waffen um zu töten, Geräte um zu zerstören.
Unsere Sehnsucht nach Macht fordert ihren Preis,
doch Stolz verblendet unsere Augen.

Wir kümmern uns um nichts und versuchen es zu rechtfertigen,
wir häufen Schätze an und wissen doch eigentlich, dass es vergeblich ist.
Verängstigt von unserer Schwachheit rennen wir um unsere Leben
und können die Tatsache nicht akzeptieren, dass wir sterben werden.

Gedanken zum Song Die Thematik des Songs ist die selbe wie bei fade away; es geht darum, wie wichtig wir uns als Menschen nehmen, wie gross und mächtig wir uns sehen – und dabei vergessen, dass wir eigentlich doch sehr verletzlich sind und letztlich alle sterben werden. Wir übersehen, dass wir aufeinander angewiesen, liebesbedürftig und ängstlich sind.

Doch durch unser Streben nach Liebe, danach, etwas bewirken zu können, unser Leben Gewinn bringend zu gestalten, zerstören wir auch vieles. Denn dabei verhalten wir uns egoistisch, lehnen Verantwortung für andere Menschen ab und verletzen so Andere. Im grossen Sil sind wir sogar für Kriege und Hungersnöte verantwortlich.

Wir sind Menschen, und damit ist dieses Streben nach Macht in jeder Person angelegt. Wir können dem nicht entfliehen. Deshalb heisst es auch "seit Anbeginn der Zeit" strebten wir danach, wie Gott zu sein – und haben doch immer den Preis dafür bezahlt. Auch wenn es anscheinend zu unserem Menschsein gehört, können wir uns doch dieses Strebens bewusst sein und deshalb vielleicht ab und zu bewusst anders handeln. Dazu wollte meines Erachtens schon Jesus in der Bergpredigt aufrufen:

"Ihr sollt euch nicht Schätze sammeln auf Erden, wo sie die Motten und der Rost fressen und wo die Diebe einbrechen und stehlen. Sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo sie weder Motten noch Rost fressen und wo die Diebe nicht einbrechen und stehlen. Denn wo dein Schatz ist, da ist auch dein Herz." (Matthäus 6, 19 – 21)


Reto Frischknecht, April 2007