the desert of lost dreams (Text & Musik: R. Frischknecht, 1998)
I crossed the sea of tears and reached unholy ground
Expected peace but only pain is all around
I see the souls of those who gave up in the fight
Sitting in the ashes of their dreams lost in the night

Silouhettes are standing against a fire burning sky
Motionless and silent as the angels fly away
Willing not to wake up those who dream of ancient times
When our words were love and our dreams had wings to fly

Is it too late? Is all in vain?

In the desert of lost dreams I search my way
like a stranger far from home – all alone
In the desert of lost dreams I fight and pray
that this night will fade away ...

Tears of pain drop to the ground and make the river grow
To wash our thoughts away until we can't see anymore
The light at the horizon is the love that never ends
The only hope for mankind is to take his waiting hands

But shadows of the past are trying to hold us in place
To blind our hearts, consume our strenght until we give up in the race
Chances may have passed away and innocence has gone
But if you dare to face the life your healing has begun

It’s not too late! It’s not in vain!


Übersetzung
Ich habe das Meer der Tränen überquert und unheiliges Land erreicht,
habe Frieden erwartet, doch Schmerz ist alles, was ich sehe.
Ich sehe die Seelen derer, die den Kampf aufgegeben haben,
in der Asche ihrer Träume sitzen, die sie in der Nacht verloren haben.

Silouhetten erheben sich gegen einen in hellem Feuer brennenden Himmel,
stehen regungslos und still, während die Engel davon fliegen;
darauf bedacht, nicht jene zu wecken, die von alten Zeiten träumen,
als unsere Worte Liebe waren und unsere Träume noch Flügel hatten ...

Ist es zu spät; ist alles umsonst?

In der Wüste der verlorenen Träume suche ich meinen Weg,
wie ein Fremder weit entfernt von zu Hause.
In der Wüste der verlorenen Träume kämpfe ich und bete ich dafür,
dass diese Nacht endlich zu Ende gehen wird.

Tränen des Schmerzes fallen zu Boden und lassen den Fluss wachsen,
der unsere Gedanken hinweg wäscht, bis wir nicht mehr erkennen,
dass das Licht am Horizont die Liebe ist, die niemals endet
und die einzige Hoffnung der Menschheit Seine wartenden Hände sind.

Doch die Schatten der Vergangenheit versuchen uns zu fesseln,
unsere Herzen blind zu machen und unsere Kräfte zu rauben,
bis wir dieses Rennen aufgeben.
Chancen mögen verpasst worden sein und unsere Unschuld vertan;
doch wenn du es wagst, dich dem Leben zu stellen,
hat deine Heilung bereits begonnen!

Es ist nicht zu spät, und es ist nicht umsonst!
Gedanken zum Song Zum undeutlichsten, symbolhaftesten Text im Repertoire von DividingLine möchte ich gar nicht viel sagen, da genug Raum für eigene Interpretation gelassen werden soll. Das Thema, welches im Refrain zum Ausdruck kommt, ist meine Überzeugung, dass die Welt stirbt, wenn wir unsere Träume aufgeben.

Es kann sein, dass die Flügel unserer Träume verbrennen. Vielleicht sind wir abgestürtzt und auf dem harten Boden der Realität aufgeprallt. Vielleicht verzweifeln wir stumm an unserer Hilflosigkeit und können uns nicht mehr aufraffen um die Hoffnung neu zu entzünden. Es gibt Lebensgeschichten, die zu einem solch resignativen Ende führen, und es wäre überheblich zu sagen, diese Menschen wären selbst schuld daran. Ich denke, es kommt aber auch vor, dass wir von einer schädlichen Melancholie eingemummelt werden können, dass wir klein und traurig gehalten werden im Interesse der Weltbeherrschenden; gefangen in einer erlernten Hilflosigkeit.

Wer kennt eine Lösung? Gibt es ein Trotz-allem, eine Hoffnung auf den neuen Tag oder sinken wir schlussendlich alle entkräftet zu Boden?

"Die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden." (Jesaja 40, 31)


Reto Frischknecht, April 2007