Vielleicht schreiben andere Bandmitglieder aus ihrer Perspektive noch zu diesem Event, aus meinem Blickwinkel möchte ich den Sylvesterabend 2009 folgendermassen darstellen: Es ist toll, an einer Party wie dem Totentanz unsere Musik einem interessierten Publikum zu präsentieren – denn das waren die rund 30 bis 40 Personen wohl, wenn ich es von der Bühne aus richtig einschätzen konnte. Und ich hoffe, ihr, die ihr dabei wart, tanztet, mit dem Kopf wiegtet, lächeltet, die Augen geschlossen hattet oder mit verklärtem glasigem Alkoholblick zu uns hoch blinzeltet, habt ein gelungenes Konzert erleben dürfen. Was ihr nicht wisst: Vor dem Gig und hinter den Kulissen ging es ziemlich unstrukturiert zu und her, was ich von einem Grossanlass wie diesem nicht erwartet hätte.

Wenn Leute von einer Musikerkarriere träumen, denken sie wohl hauptsächlich an das schöne Gefühl, auf der Bühne zu stehen und einem wohlwollenden Publikum die eigenen Songs präsentieren, Applaus dafür entgegennehmen und womöglich angenehme Gagen einsacken zu können. Dass mit einem Konzert wie dem heutigen (Stage time 3.50 Uhr) viel Wartezeit verbunden ist, gerade mal eine Spesendeckung, Unsicherheit, ob die Backline wirklich funktioniert, vermutet man selten. Die Backline war zwar vorhanden, aber der eine Helfer beschwert sich darüber, dass sie Bass- und Gitarrenboxe für uns schleppen und aufstellen mussten, ein anderer sucht eine Viertelstunde vor dem Auftritt noch Einzelteile für das Schlagzeug zusammen. Cymbal-Ständer sind nicht vorhanden, Peach muss kreativ werden und etwas basteln. Und wir wissen ja, wie sehr er Stress so kurz vor dem Gig liebt … Den Rest des Beitrags lesen »

Oder:
“Wie man in 2 Stunden ein Konzert organisiert”

Freitag, 18.12. St. Gallen – Basel:
Eigentlich begann das Wochenende ganz angenehm, wenn auch nicht gänzlich stressfrei. Zu meinen Fähigkeiten gehört unbestreitbar das Talent, Züge ganz knapp zu verpassen. So startete ich freitags meine nachmittägliche Reise ins ferne Basel etwas später als geplant. Gerne würde ich von der schönen winterlichen Landschaft berichten, welche unweigerlich bei einer solchen Fahrt zu besichtigen wäre. Aufgrund eines kleinen Erholungsdefizites meinerseits kann ich mich aber nur noch abschnittsweise daran erinnern. Wesentlich ausgeschlafener, aber noch nicht wirklich wach, torkelte ich zwei Stunden später über den Basler Bahnhof, in der Hoffnung, die Masse würde mich in etwa in die richtige Richtung treiben. Nun ist Basel für ein Landei nicht gerade eine übersichtliche Stadt, und “gleich beim Messegelände” alles andere als eine präzise Ortsangabe. Allen Widrigkeiten zum Trotz traf ich dann doch noch irgendwann im “Chez Soif” ein.
Das Fazit des eigentlichen Konzertes an diesem Abend fällt knapp aber positiv aus: Der Keller war gemütlich, das Publikum spärlich, dafür umso begeisterter, das Spielen hat Spass gemacht, Pizza und Kuchen waren lecker. Zudem bot diese “Generalprobe vor Publikum” eine gute Gelegenheit, vor dem nächsten Auftritt einige Neuerungen auszuprobieren. Den Rest des Beitrags lesen »

Met Bar

20. Oktober 2009

Hoffe, ich alter Zausel krieg das alles hier gebacken. ;-)

Anyway. Anfahrt zur Met-Bar. Kein Problem. Der Kutscher kennt den Weg. Dafür ist er ja da. Vor, auf und neben der Bühne.

War meinerseits zum ersten mal in der Met-Bar. Geiler Laden. Muss noch ‘ne CD berappen, die ich an die Elfe hinter’m Tresen verschenkt habe. ;-)

Was Wayward da für Soundprobs hatten . . . keine Ahnung. Mit Drummer Charly hatte ich keine. Netter Kerl. Voll Fokussiert. Wie man allerdings ein Ride Cymbal, welches einem im 30°-Winkel hintern Arsch hängt, spielen kann, bleibt MIR ein Rätsel.

Musste drum auch kurz vor Gig eines seiner Crashes durch mein eigenes Ride ersetzen. Ich bin das ja mittlerweile gewohnt, auf fremden Drums zu spielen. Ist nicht immer lustig und braucht jeweils noch ‘ne Schippe mehr an Konzentration. Wie spiel ich den näxten Break bloss? All die antrainierten Bewegungsabläufe kannst dann vergessen.  Das wäre wie wenn K3n ‘nen Stehbass und Anina ‘ne Ukulele in Händen hätten. Hier nimm und mach mal . . .

Genug gejammert. Der Gig war prima und wenn ich in Zukunft noch den einen oder anderen Fehler eliminieren kann, dann kommt die DL-Sache gut. So wie die Besetzung jetzt steht, bin ich glücklich und hoffe es möge möglichst lange so bleiben.

So, jetzt versuch das abzuschicken und verbleibe

Peach

Obwohl seit dem Ausflug nach Lenzburg schon einige Zeit ins Land gezogen ist, kann ich es nicht lassen, einen ersten Blog-Beitrag zu meinem Einstand bei Dividing Line zu töggelen.

Mein erstes Konzert mit Dividing Line (mal abgesehen von den 5 Songs am Rössli-Openair): das war wie Weihnachten für mich! Sorgfältig habe ich zu Hause den Wegbeschrieb ausgedruckt und Peach lotste mich vom Kopilotensitz aus hin. Als wir auf dem Parkplatz vorfuhren meinte Reto: „Ich glaube, hier haben wir schon einmal gespielt…“ Den Eingang haben wir dann aber trotzdem beinahe übersehen. Den Rest des Beitrags lesen »