Vielleicht schreiben andere Bandmitglieder aus ihrer Perspektive noch zu diesem Event, aus meinem Blickwinkel möchte ich den Sylvesterabend 2009 folgendermassen darstellen: Es ist toll, an einer Party wie dem Totentanz unsere Musik einem interessierten Publikum zu präsentieren – denn das waren die rund 30 bis 40 Personen wohl, wenn ich es von der Bühne aus richtig einschätzen konnte. Und ich hoffe, ihr, die ihr dabei wart, tanztet, mit dem Kopf wiegtet, lächeltet, die Augen geschlossen hattet oder mit verklärtem glasigem Alkoholblick zu uns hoch blinzeltet, habt ein gelungenes Konzert erleben dürfen. Was ihr nicht wisst: Vor dem Gig und hinter den Kulissen ging es ziemlich unstrukturiert zu und her, was ich von einem Grossanlass wie diesem nicht erwartet hätte.

Wenn Leute von einer Musikerkarriere träumen, denken sie wohl hauptsächlich an das schöne Gefühl, auf der Bühne zu stehen und einem wohlwollenden Publikum die eigenen Songs präsentieren, Applaus dafür entgegennehmen und womöglich angenehme Gagen einsacken zu können. Dass mit einem Konzert wie dem heutigen (Stage time 3.50 Uhr) viel Wartezeit verbunden ist, gerade mal eine Spesendeckung, Unsicherheit, ob die Backline wirklich funktioniert, vermutet man selten. Die Backline war zwar vorhanden, aber der eine Helfer beschwert sich darüber, dass sie Bass- und Gitarrenboxe für uns schleppen und aufstellen mussten, ein anderer sucht eine Viertelstunde vor dem Auftritt noch Einzelteile für das Schlagzeug zusammen. Cymbal-Ständer sind nicht vorhanden, Peach muss kreativ werden und etwas basteln. Und wir wissen ja, wie sehr er Stress so kurz vor dem Gig liebt … Den Rest des Beitrags lesen »