do not despair (Text & Musik: R. Frischknecht, 1998) Often our lives are shadowed by fears
Sorrow and dread blind our hearts and the tears
diffuse the world all around and make clear
that nobody can understand
Just lift your eyes to the sky and get real

Do not despair for no one can harm you
if you believe in the life
Do not despair for He’s there to hold you
and guiding you through the night

Where are your friends when you feel all alone
and you most need them – you see they have gone
You feel betrayed by the world all around
and things seem to turn to the worst
Just lift your eyes to the sky and get real


Übersetzung
Oft werden unsere Leben von Ängsten überschattet,
Sorgen und Gefahr verblenden unsere Herzen
und die Tränen machen, dass die Welt um uns verschwimmt und uns klar wird,
dass uns nie jemand verstehen können wird.
Hebe deine Augen zum Himmel auf und mach dir eines klar:

Verzweifle nicht, denn niemand kann dich verletzen,
wenn du an das Leben glaubst!
Verzweifle nicht, denn Er ist da um dich zu halten und durch die Nacht zu führen!

Wo sind deine Freunde wenn du dich allein fühlst
und sie am nötigsten hast? Du bemerkst, dass sie weg sind.
Du fühlst dich von der Welt betrogen
und die Dinge scheinen ausweglos zu sein.
Hebe deine Augen zum Himmel auf und mach dir eines klar:

Verzweifle nicht, denn niemand kann dich verletzen,
wenn du an das Leben glaubst!
Verzweifle nicht, denn Er ist da um dich zu halten und durch die Nacht zu führen!

Gedanken zum Song Das Lied strahlt einen starken Optimismus aus: ich bin unverwundbar, nichts kann mir etwas anhaben, da ich in Gott vertraue, da ich vom Lebensquell trinke. Es spricht eine jugendliche Zuversicht aus meinem Text, den ich mit etwa 20 Jahren geschrieben hatte. "Mit Gott sind alle Dinge möglich", könnte das Motto gewesen sein, Er hilft mir und trägt mich durch alles hindurch. Ich gehe zuversichtlich und fröhlich in die Zukunft.

Wir sind nicht unverwundbar. Weder körperlich noch seelisch. Das Leben hinterlässt Narben von Verletzungen, die wir erleiden. Das ist unvermeidbar, wenn wir uns dem Leben hingeben. Heute sehe ich den Text etwas anders, empfinde ihn aber deshalb nicht als falsch. Wir sind zwar nicht unverwundbar. Doch in allem Leid, das uns widerfährt, müssen wir nicht verzweifeln, wenn wir "ans Leben glauben", wenn wir in Gott vertrauen. Man könnte sagen: "Niemand kann dich wirklich verletzen", oder besser: die Verletzungen müssen nicht zur Resignation und zum Zerbrechen führen, zum letztendlichen Scheitern. Gott kann auch aus zerbrochenen Träumen etwas Neues gestalten.

Aber es ist eine Herausforderung, ans Leben und an Wachstum zu glauben, wenn sogar die besten Freunde, die nächststehenden Personen dich verlassen, sich enttäuscht von dir abwenden, nicht verstehen wollen, nicht um einen kämpfen. Wenn es scheint, als breche die ganze Welt zusammen, als werde mir alles genommen, was mir wichtig ist.

Trotz all dem "Ja" zum Leben sagen zu können, nicht zu verzweifeln, nicht zu zerbrechen, selbst wenn wir vieles nicht verstehen, das ist, was ich uns allen wünsche.


Reto Frischknecht, Oktober 2012