follow the leader (Text & Musik: R. Frischknecht, 2000)
Follow the leader into the night,
for he knows the way – he shows you the life
Admire the master, the king in the play (but)
Don’t ask for answers – for he will betray:
The truth is what suits him in reaching his aims,
vengeance is justice in what he proclaims
The greater the lies, the more do they blind
and no one is able to hide – so follow the leader!
Follow the leader!

Follow the leader into the night,
the one led by greed – The one led by pride
Conquer the heaven he promised to you (and)
Die in the battle – he won’t help you through
For you are the tool in his hands – held by fear
Caught in the web of the night – can’t see clear
And after he has won he’ll shurely be gone
But you are too blind to be warned – so follow the leader!
Follow the leader!


Übersetzung
Folge dem Führer in die Nacht,
denn er kennt den Weg, er zeigt dir das Leben.
Verehre den Meister, den König im Spiel
doch verlange keine Antworten, denn er wird dich betrügen.
Denn «Wahrheit» ist, was ihm dient, seine Ziele zu erreichen
und Rache heisst «Gerechtigkeit» in seiner Sache.
Je grösser die Lügen sind, umso mehr verblenden sie,
und niemand kann sich davor verbergen, also: Folge dem Führer!

Folge dem Führer in die Nacht,
dem, der von Gier und Stolz gelenkt wird.
Erobere den Himmel, den er dir versprochen hat –
und stirb in der Schlacht; weil er dir nicht helfen wird:
denn du bist das Werkzeug in seinen Händen, das er durch die Angst lenkt,
gefangen im Netz der Nacht kannst du nicht klar sehen.
Und nachdem er gewonnen hat, wird er dich bestimmt verlassen.
Doch du bist zu blind um gewarnt werden zu können.
Also: Folge dem Führer!

Gedanken zum Song Der Text spricht für sich. Es fällt mir auf, dass wir immer wieder andere für uns denken lassen und blind hinter vermeintlichen Autoritäten herlaufen. Auch deshalb, weil es bequem ist. Doch eine solche Haltung wird ziemlich sicher ausgenützt werden und du trägst schliesslich die Zwei auf dem Rücken.

Gleichzeitig glauben wir jeweils, dass uns solche Dinge nicht passieren können. Gerade wenn es schlimme Geschehnisse sind, wie die Pläne und Taten des Führers im deutschen dritten Reich. "Das war so grausam, das kann uns doch nicht passieren." Vielleicht geschieht es nicht genau in der selben Art. Und vielleicht geschieht es an einem andern Ort und in anderem politischen Kontext. Verblenden lassen wir uns immer wieder. Und uns durch Angst einschüchtern ebenfalls. Jeder rettet zuerst die eigene Haut …

"Wer glaubt, sicher zu stehen, soll aufpassen, dass er nicht fällt!" (1. Korinther 10, 12)


Reto Frischknecht, Oktober 2012