heaven & hell (Text & Musik: Reto Frischknecht, 2001) It's the holiest love that has called us its own
It is eternal life that has given his son
It's the silence of heaven in which we find peace
It's the strength of a man who lives on his knees
It's the light of the world that has shown us the kingdom
Where peace, love and rightousness eternally reign
It's the nail in his hand that has given us freedom
It's the death of a god to save us from pain

It's the tear of a child whose cries are in vain
It's the fear of the future, the pain everyday
It's the spell of the dragon, the curse of the snake
It's the shackle that binds us, the chains we can't brake
It's the lord of the darkness who whispers and tempts us
Who tells us his lies that this world is a stage
It's my heart that is longing for independence
It's the fall of an angel to drive us insane


Übersetzung
Es ist die heiligste Liebe, die uns ihr Eigen nennt
Es ist das ewige Leben, das seinen Sohn hergab
Es ist die Stille des Himmels, in der wir Frieden finden
Es ist die Kraft eines Menschen, der auf seinen Knien lebt
Es ist das Licht der Welt, das uns das Königreich gezeigt hat,
in dem Frieden, Liebe und Gerechtigkeit für immer regieren
Es ist der Nagel in seiner Hand, der uns die Freiheit gebracht hat
Es ist der Tod eines Gottes, um uns vor Schmerz zu bewahren

Es ist die Träne des Kindes, dessen Schreie vergebens sind
Es ist die Angst vor der Zukunft, der Schmerz jedes neuen Tages
Es ist der Bann des Drachen, der Fluch der Schlange
Es ist die Fessel, die uns bindet, die Ketten, die wir nicht zerreissen können
Es ist der Herr der Dunkelheit, der flüstert und uns versucht,
der uns seine Lüge einredet, dass die Welt nur ein Theater sei
Es ist mein Herz, das sich nach Unabhängigkeit sehnt
Es ist der Fall eines Engels, um uns in die Verrücktheit zu treiben
Gedanken zum Song Das Lied hat entweder nur Strophen und keinen Refrain, oder aber nur zwei Refrains, je nach dem, wie man es sehen will. Die beiden Teile stellen bildhaft zum Einen den Himmel, zum Andern die Hölle dar. Wenn es diese beiden Reiche gibt, bewegen sie sich ausserhalb der uns Menschen wahrnehmbaren Dimensionen, können von uns also niemals erfasst werden. Wir dürfen in Bildern über Transzendentes reden und nachdenken – sofern wir uns bewusst bleiben, dass das Symbol etwas Vordergründiges ist und bleiben muss für das, was "dahinter" steht. Das Lied ist eine dymbolhafte, ausschnittartige Darstellung von "Himmel" und "Hölle", das eine Bild wird jemanden wohl mehr ansprechen als ein anderes, was meines Erachtens auch egal ist. Alle Worte sind unzureichend und bloss Facetten von etwas Transzendentem, das wir im Glauben höchstens erahnen können.

Diese Bilder entstammen logischerweise unserer Welt, die wir als sie bewohnende und erlebende Wesen wahrnehmen. Wir erleben sowohl "Himmel auf Erden" wie auch "Hölle auf Erden", ein trüber Widerschein, eine abgemilderte Form der beiden transzendenten Reiche. Wer mit offenen Augen und Ohren und offenem Herzen durch die Welt geht, dem fallen bestimmt noch mehr Bilder dazu auf ...


Reto Frischknecht, Februar 2015