the storm of injustice (Text & Musik: R. Frischknecht, 2011) I can’t believe we close our ears when gunshots fill the air
I can’t believe we close our eyes when children cry out in despair
I can’t believe we shut our hearts when violence takes its course
I can’t believe we turn away when oil pollutes the shores
(feel this pain)

Money and power, corruption and fear
are blinding our eyes and deafening our ears

The raging storm of injustice is tearing the world in two
The raging storm of injustice
No one can stand the raging storm of injustice
The raging storm of injustice is crashing down on you

I can’t believe our decadence is what got us so far
I can’t believe our ignorance is causing so much war
I can’t believe we dance along denying all the pain
I can’t believe we sing our songs and joining in the game
(don’t turn away)

Money and power, corruption and fear
are blinding our eyes and deafening our ears

Dare to face the lies, prepare to feel the pain
Leave the past behind and take a stand for what is right.
Begin becoming sane …


Übersetzung
Ich kann nicht glauben, dass wir unsere Ohren verschliessen,
wenn Gewehrschüsse die Luft erfüllen.
Ich kann nicht glauben, dass wir unsere Augen verschliessen,
wenn Kinder in Verzweiflung schreien.
Ich kann nicht glauben, dass wir unsere Herzen verschliessen,
wenn die Gewalt ihren Lauf nimmt.
Ich kann nicht glauben, dass wir uns einfach abwenden,
wenn Öl unsere Strände verschmutzt.

Geld und Macht, Korruption und Angst
lassen unsere Augen erblinden und unsere Ohren taub werden.

Der wütende Sturm der Ungerechtigkeit reisst die Welt entzwei.
Der wütende Sturm der Ungerechtigkeit.
Niemand kann dem wütenden Sturm der Ungerechtigkeit widerstehen.
Er bricht über dich herein.

Ich kann nicht glauben, dass es unsere Dekadenz ist, die uns soweit gebracht hat.
Ich kann nicht glauben, dass unsere Ignoranz so viele Kriege verursacht.
Ich kann nicht glauben, dass wir weitertanzen und all den Schmerz verleugnen.
Ich kann nicht glauben, dass wir unsere Lieder singen und in dem Spiel mitmachen.

Geld und Macht, Korruption und Angst
lassen unsere Augen erblinden und unsere Ohren taub werden.
Gedanken zum Song Ein weiteres Lied, das von Sprachlosigkeit zeugt angesichts all des Schlimmen, das in der Welt geschieht. Wobei, nicht ganz, sonst hätte es nicht in Wort und Melodie gefasst werden können. Bloss: tu ich was dagegen? Bewirkt ein Lied, in dem ich mich wundere und ärgere, dass die Zustände besser werden?

Nein. Aber wenn ich mich ärgere, bin ich mir der Probleme immerin einigermassen bewusst. Und wenn ich mich der Missstände bewusst bin, bin ich wahrscheinlich bereit, etwas dagegen zu tun. Und das kann ich, zumindest ansatzweise, in dem ich die "richtigen" Leute in der Politik wähle, bei Gesetzeserlassen mitbestimme, Zivilcourage in Verhalten und Diskussionen zeige.

Nicht, dass mir das immer gelingen würde. Aber ich übe.


Von Reto Frischknecht, Oktober 2012