Kritiken und Reviews
Hier findet ihr Pressekritiken, Konzert- und Plattenreviews und gegebenenfalls ein Kommentar von uns dazu.



Plattenkritik zu "DividingLine" von Nando Rohner, www.sounds2move.de/ vom 2. November 2005. Vielen Dank, Nando, sowas tut natürlich gut!

DividingLine sind Ambitioniert, das konnte ich schon beim Elements of Rock Bandcontest 2005 feststellen, den sie dank ihrer überzeugenden Leistung auch verdientermaßen gewonnen haben. Durch das reifte in mir auch der Wunsch, mir die Musik DividingLine Mal auf Konserve zu Gemüte zu führen. Und somit besorgte ich mir die Selbstbetitelte EP und lasse nun euch, die wertgeschätzte Leserschaft unseres Magazins, an meinen Eindrücken vom musikalischen Können von DividingLine teilhaben.

Es ist nicht immer leicht die Musik einer Band zu umschreiben, vor allem wenn der dargebotene Sound so gar nicht in eine Genreschublade passen möchte. Umso angenehmer erweist er sich dann, wenn einem diese Aufgabe von der Band abgenommen wird und man sich durch das so manches Graue Haar erspart. So bezeichnen z.B. DividingLine ihre Musik als "Happy Dark Rock with a Touch of Gothic" und bringen somit die musikalische Grundessenz vortrefflich auf den Punkt. Denn spätestens beim durchhören der EP wird man feststellen, dass es sich bei jener blumigen Kategorisierung nicht um eine Ansammlung von leeren Worthülsen handelt. Da der zelebrierte Sound von DividingLine sowohl rockige, wie auch melancholisch düstere Elmente enthält und dennoch wird eine gewisse positive und auch entspannte Grundstimmung verbreitet. Dabei sind durchgehend alle Songs sehr geschmackvoll und wohlüberlegt arrangiert, wobei auch die transparente Produktion angenehm hörbar ausfällt. Somit kann sich der Hörer voll und ganz auf die dargebotenen Songs konzentrieren, ohne dass der Hörgenuss von einer unzulänglichen Produktion torpediert wird.

Und so wird einem auch auffallen, dass DividingLine ein erstaunlich sichereres Händchen für ihre Musik besitzen, geschickt die Fehler anderer junger Bands vermeiden und somit weit aus dem Underground herausragen. Mit viel Können werden auf dieser EP rockige und auch nachdenkliche Melodien hervorgezaubert, während über allem der beeindruckende Gesang von Reto Frischknecht thront. Dieser verfügt nämlich über ein wahrlich gut geschultes Stimmorgan, mit dem es ihm gelingt, die nötigen Emotionen in den Gesang miteinzubringen. Zusätzlich muss ihm auch noch eine stimmliche Einmaligkeit attestiert werden, da innerhalb der Szene nur wenige so wie er klingen. Aber auch die Instrumentalmannschaft weiß mit ihrer Leistung zu gefallen, da es sich hörbar um Musiker handelt die nicht nur ihr Handwerk verstehen, sondern mit Herz und Seele bei der Sache sind. Somit erschaffen DividingLine sechs sehr gelungene Songs, von denen es vor allem "The City" und das abschließende "Enter in the Pain", dem Zeilenschreiberling sehr angetan haben.

DividingLine sind nicht nur ambitioniert, sondern auch höchst talentiert. Und genau diese Kombination macht diese EP sehr hörenswert, da man es hierbei mit durch und durch guter Musik zu tun hat. Jeder der nach entspanntem Rock mit einer leicht melancholischen Note sucht, wird bei der Musik von DividingLine fündig werden. Ich für meinen Teil sage der Band eine rosige Zukunft voraus, empfehle jedem sich mal ein wenig von der Musik zu genehmigen und bin schon jetzt auf die nächste Veröffentlichung gespannt.

Wem nun nach der Musik von DividingLine dürstet, der sollte Mal kurz auf der Homepage der Band vorbeischauen.



Konzertrezension zum "Elements of Rock Band Contest"-Finale am 23. Oktober 2005 in Aarau
von Nando Rohner, www.sounds2move.de/ 26.Oktober 2005. Ebenfalls ein grosses Danke!

Als letzte Band des Finales, musste nun DividingLine die Bühne entern um zu zeigen was in ihnen steckt. Und wurde von Brutal Martyrium sprichwörtlich noch brutalste Stimmung verbreitet, so stellte DividingLine nun den Gegenpol dar. "Edel", "Geschmackvoll", "Entspannt" oder auch "Wolhüberlegt", jene Schlagwörter kamen einem beim betrachten des Auftrittes von DividingLine in den Sinn. Denn die Band setzte von Anfang an auf eine Stimmung, die mit den vorhergehenden Bands nicht zu vergleichen war. So wurde eine Art von Gothic Rock präsentiert, bei der nur selten harte Töne angeschlagen wurden und sich der Zuschauer mit der Atmosphäre treiben lassen konnte. Die ganze Band zeigte sich darum bemüht, einen sehr gediegenen Eindruck zu hinterlassen und jene schien zu keinem Zeitpunkt aufgesetzt. Vor allem Sänger Reto Frischknecht überzeugte mit wohlüberlegten Ansagen und begeisterte mit einer Sangesstimme, die man in solch einer ausgereiften Form nicht erwartet hätte. So gelang ihm das Kunststück, die emotionsgeladenen und symbolbehafteten Texte mit seiner Stimme mit Leben zu erfüllen. Aber auch die Instrumentalmannschaft konnte mit ihrem Können überzeugen, wobei vor allem das Gitarren- und das sehr gute Keyboardspiel einen nachhaltigen Eindruck hinterließen. Ebenfalls stachen die oft jazzartigen Instrumentaleinlagen hervor, die dem Gesamtsound das gewisse Etwas verliehen. Und auch DividingLine konnte sich nicht verabschieden, ohne eine Zugabe zu spielen, welche mit der gleichen musikalischen Klasse dargeboten wurde.



Kritik auf www.powermetal.de zum Elements of Rock 2005:

Die eidgenössischen Local Heroes überraschten, wie noch einige andere Bands auf diesem Festival. Angekündigt als Gothic-Rock-Truppe, zelebrierten sie eine Stilvielfalt die ihresgleichen suchte. Sicherlich war sowohl ihre Optik als auch einige Lieder wie 'The Fall Of The Great', 'Shelter Of Time', 'The City' oder 'Desert Of Lost Dreams' deutlich gotisch angehaucht, doch diese wurden immer wieder von flotten Pop/Rock-Songs unterbrochen, die mit Einflüssen aus Ska, 70er Rock, Punk, Reggae, Funk und vielem mehr aufgepeppt wurden. Durch diesen ständigen Wechsel wirkte die Band auch noch zu uneinheitlich um wirklich überzeugen zu können. Sicherlich war das dargebotene Material einwandfrei, einzelne Stücke wie 'Not In The Mood' gar mit Ohrwurmcharakter. Doch etwas mehr Linie hätte dem Auftritt noch besser zu Gesicht gestanden. Unterm Strich bleibt ein gutklassiger Auftritt einer Band die ihre Stilsuche scheinbar noch nicht ganz abgeschlossen hat.

Wahrscheinlich werden wir häufig solche Argumente zu hören bekommen. Deshalb wollen wir an dieser Stelle bemerken, dass diese Stilvielfalt bewusst ist. Jeder Song steht für sich, hat seinen eigenen Charakter und seine Aussage. Von "aufpeppen" kann keine Rede sein.



Review auf www.medazzarock.ch zum Sampler Heavy Metal Nation:

Die Schweiz rockt!

Newcomerbands schiessen wie Pilze aus dem Boden und solche, von denen jahrelang keiner gesprochen hat, tauchen mit neuen Songs wieder aus der Versenkung auf. Leider werfen die Musiklabels aber nicht gerade mit Plattenverträgen um sich und so sind viele junge Bands auf mehr schlechte als rechte Demoaufnahmen aus dem Übungsraum angewiesen. Ans breitere Rock-Publikum gelangen sie meist gar nicht. Genau für solche Bands ist HEAVY METAL NATION vom neuen Label Quam Libet Records eine willkommene Gelegenheit, auf sich aufmerksam zu machen. 18 verschiedene Bands aus der deutschen Schweiz zeigen euch hier wo der Metal-Hammer hängt. Wobei Metal hier sehr breit gefächert ist: von 80er Hardrock über brachialen Heavy Metal bis zu episch-gothischen Klängen ist alles vertreten.

Bei DividingLine aus Zürich machen sich klassische Einflüsse bemerkbar. "Burning Sky" ist ein epischer Midtempo-Track, der vom Pianospiel und der hohen klaren Stimme lebt. Würde man mir die Truppe als rennomierte nordische Band verkaufen, ich würds glauben.

Was gibts da noch zu sagen?! Recht hat er! ;-)