Matthias Stober
In der Endlichkeit des irdischen Seins geboren, birgt der Versuch, das Leben mit Menschlichkeit zu beschreiten einzig die nackte Erkenntnis eigener Torheit.

So bleibt das Sammeln von Augenblicken, das Rahmen flüchtiger Momente in der Starre des Wortes ein Zeitvertreib grösster Erfüllung in der absurden Hektik täglichen Treibens.

Es scheint das Schöngeistige, die Freude an Ästhetik und Musse den am 10. Februar des Jahres 1982 geborenen Träumer gänzlich in Besitz zu nehmen. Doch beschäftigt ihn nicht nur das Bilden wilder Wortkonstrukte, sondern auch die Untermalung der Lieder von DividingLine auf dem Klavier. Leider steht hierbei das eigene Können den überschwänglichen Ideen bisweilen noch ein wenig im Wege, doch macht bekanntlicher Weise Übung erst den Meister. So beanspruchen heftige Auseinandersetzungen mit einem nach eigener Behauptung eigenwilligen Metronom einen nicht unerheblichen Teil seiner Freizeit. Den übrigen Teil derselben verbringt der gelernte Mechaniker im Stande des Lehrmeisters mit allerhand mühseligen Aktivitäten, welche einzig dazu dienen sollen, irgendwelche Träume zu verwirklichen.

So hofft man wöchentlich auf die Genügsamkeit des Pferdes, welches man zu Reiten gedenkt, müht sich mit Schmiedehammer, Amboss und Eisen ab, misst seine eigene Beharrlichkeit an unschuldigen Steinen, welche es zu behauen gilt, oder verliert sich letztlich in Unmengen von Stoff, welcher irgendwann in mehr oder minder gewollter Kombination auf der Bühne getragen wird. Soll doch diesem ganzen Gestaltungstrieb wenigstens der angenehme Nebeneffekt innewohnen, dass sich die Band einigermassen Dekoriert auf der Bühne präsentiert.

Ansonsten fällt es ihm wohl äusserst schwer, einfach einmal nichts zu tun und seiner Liebsten und sich einfach einmal ein wenig Ruhe zu gönnen. Wie viel lieber wird da doch Reto zu irgendeinem Spiel überredet.

Nebenberuflicher Steckbrief
Vor langer Zeit: Es durften die Vorzüge des Klavierunterrichts genossen werden, welche sich nach sechs unfruchtbaren Jahren jedoch eindämmen liessen.

Vor einigen Tagen: Bekam eine Klarinette geschenkt und geniesse nunmehr die Vorzüge eines eigenen Heims ohne unmittelbare Nachbarn.