more than anything (Text & Musik: R. Frischknecht, 2003) Keep your mind on the vertical line and think twice before you speak
Be wise, my friend, and value your thoughts for they’re strong when you are weak
Fix your eyes on power and you’ll earn a heart of stone
For the things that control your mind will finally shape your soul

More than anything else, more than anything you do
keep control over your thoughts
In the haste of the day and the silence of the night
keep control over your thoughts – control over your thoughts!

Watching the news and the tv shows – it’s to scare and entertain
It’s dulling your mind and affecting your thoughts and to overload your brain
It’s not the way to adapt the form but to form within yourself
Place a watchman at the entrance and sleep peaceful in your bed


Übersetzung
Behalte deinen Geist in der Vertikalen und denke zweimal nach bevor du sprichst.
Sei weise, mein Freund und wäge deine Gedanken ab denn sie sind gerade dann stark, wenn du schwach bist.
Versteife dich auf Macht und du wirst ein Herz aus Stein ernten.
Denn die Dinge, die deinen Geist beherrschen, werden schliesslich deine Seele formen.

Mehr als auf alles andere achte auf deine Gedanken!
In der Hetze des Tages, in der Stille der Nacht – achte auf deine Gedanken.

Du siehst dir die Nachrichten und TV-Shows an – sie erschrecken und sie amüsieren.
Dein Geist wird umnebelt, deine Gedanken angegriffen und dein Gehirn von der Informationsflut überladen.
Es kann nicht das Ziel sein, sich anzupassen, sondern sich selber zu formen.
Wenn du einen Wächter vor der Tür stehen hast, kannst du in der Nacht ruhig schlafen.

Gedanken zum Song Die Idee zu more than anything hatte ich während eines spirituellen Seminars, an dem ich teilgenommen hatte. Es gab ein kurzes Lied, bestehend aus dem einfachen Satz: "Mehr als auf alles andere achte auf deine Gedanken, denn sie bestimmen dein Leben."

Dazu gibt es gar nicht viel zu sagen, aber es lohnt sich, über diesen Satz nachzudenken. – Womit wir uns gedanklich oft und intensiv beschäftigen, das wird unser Leben prägen. Es formt uns. Äussere, in der Umwelt angesiedelte Begebenheiten prägen unser Innenleben, unsere Psyche; umgekehrt formen wir durch unsere Gedanken die äussere Welt. Wenn wir uns innerlich dauernd den Gegebenheiten und Anforderungen unserer Umwelt anpassen, werden wir gemacht, können keine individuelle Persönlichkeit entwickeln, reagieren nur noch. Wenn wir uns aber selbst formen, wird sich dies in unserer Interaktion mit der Welt zeigen; wir haben die Chance, unsere Umwelt zu beeinflussen, zu gestalten.

Es ist also ein Zusammenspiel von beeinflussen und beeinflusst werden. Wenn wir uns dessen bewusst sind, können wir darauf achten, wovon wir beeinflusst werden, wovon wir uns beeinflussen lassen wollen. Wir können uns bewusst auf Inhalte, auf Angebote ausrichten. Wir können Informationen, Feindbilder, Propaganda und Ähnliches hinterfragen. Wir müssen uns durch beängstigende Fernseh-Nachrichten nicht entmutigen oder einschüchtern lassen, wir müssen uns nicht glauben machen lassen, Krieg diene der Gerechtigkeit und dem Frieden ...

Wenn wir uns auf Gott ausrichten, wird uns diese Beziehung beeinflussen, wird uns verändern. Sie kann uns Selbstsicherheit und Ruhe geben, wir können vertrauen lernen, dass wir geliebt sind, aufgehoben, begleitet. Wir können diesen Wächter vor der Tür zu unserem Geist platzieren, dann brauchen wir in Zeiten der Unsicherheit und Bedrängtheit nichts zu fürchten.


Reto Frischknecht, April 2007