open my eyes (Text & Musik: R. Frischknecht, 2012) Another day is fading away,
night is falling, the light fades away
I’m standing here looking up to the stars,
think about what I have done
Have I created? Have I destroyed?
Have I remembered tonight I could die?
Am I ready to leave all behind?
Can I let go of my dreams?

Open my eyes for the eternal light
Take me in your arms, save me from the night
Open my heart for the music of life
Never let me go, keep me

I feel forsaken, I feel alone.
The blameless, the rightful to first throw a stone ...
Are we too weak to face what we have done?
Too scared to dare to move on?
Will we recover? Will we give up?
Will ignoration and pride bring us down?
The one who we trust in, will he keep us safe?
Transform the weakness into strenght?


Übersetzung
Ein weiterer Tag neigt sich dem Ende zu,
die Nacht senkt sich herab, das Licht verblasst ...
Ich stehe hier und schaue hinauf zu den Sternen
und denke über alles nach, was ich getan habe.
Habe ich etwas erschaffen? Habe ich etwas zerstört?
Verabschiede ich mich von diesem Tag im Bewusstsein,
dass ich in der Nacht sterben könnte?
Bin ich bereit, alles hinter mir zu lassen?
Kann ich meine Träume loslassen?

Öffne meine Augen für das ewige Licht,
nimm mich in deine Arme, errette mich vor der Nacht.
Öffne mir das Herz für die Musik des Lebens.
Lass mich niemals los, bewahre mich.

Ich fühle mich verlassen und allein.
Wer schuldlos ist, ist berechtigt, den ersten Stein zu werfen ...
Sind wir zu schwach, unseren Taten gegenüberzutreten,
zu erschreckt, um weiter vorwärts gehen zu können?
Werden wir uns erholen? Werden wir aufgeben?
Wird unser Verleugnen und unser Stolz uns zu Fall bringen?
Wird der, auf den wir unsere Hoffnung setzen, uns bewahren
und die Schwachheit in Stärke verwandeln?
Gedanken zum Song "happy dark rock with a touch of gothic ..." – Triffts das in etwa? Der Liedtext spricht für sich. Ein Rückblick auf den Tag tut gut, kann uns Dinge bewusst werden lassen, kann uns abschliessen und zur Seite stellen lassen, was noch offen ist und uns vielleicht beschäftigt.

Natürlich sind wir uns nicht andauernd bewusst, dass unser Leben jederzeit zu Ende sein könnte, dass wir den nächsten Morgen nicht mehr erleben könnten. In jungen und mittleren Jahren ist die Wahrscheinlichkeit, einfach zu sterben auch sehr gering. Aber es geht mir nicht nur um den jetzigen Moment. Es geht mir darum, eine Haltung einzuüben, ein generelles überdauerndes Bewusstsein für die Endlichkeit meines Lebens. Dann erkenne ich womöglich die Dinge, die mir so wichtig sind, dass ich sie nicht auf die lange Bank schieben und auf irgendwann vertagen will, erkenne die Träume, die verwirklicht werden wollen, bevor es zu spät dafür ist.


Reto Frischknecht, Oktober 2012