the race (Text & Musik: R. Frischknecht, 2005) Wispering voices, killing forces, haunting shadows in the dark
Try to save your earthly treasures while the dark lord plays his cards
You’re on the road you never wanted to go
and they’re throwing their nets and you are caught

The victim is here and its sacrifice near and your running for safety in vain
and your fear is their joy and their strengh while you’re standing alone
they are playing their games and you don’t know you sold them your soul

Crying children, dark eyed demons, violent dictators reign
Alien civilisations take control over your brain
This is the road you never wanted to go
and they’re throwing their nets and you are caught

Black tomorrow, sleep in sorrow, bodies cover blood red land
As you shut your eyes to cruelty hope for change dies by your hand
You chose the road you never wanted to go
and they've thrown their nets and you are caught


Übersetzung
Flüsternde Stimmen – mordende Mächte – dich hetzende Schatten im Dunkeln
Du versuchst, deine irdischen Schätze in Sicherheit zu bringen,
während der Dunkle Lord seine Karten ausspielt.
Du befindest dich auf dem Weg, den du niemals gehen wolltest,
und sie werfen ihre Netze aus, und du bist gefangen.

Das Opfer ist hier und seine Opferung nahe
und dein Versuch, dich in Sicherheit zu bringen, ist umsonst,
und deine Angst ist ihnen Freude und Kraft,
denn während du alleine dastehst, spielen sie ihre Spiele
und du merkst nicht, dass du ihnen deine Seele verkauft hast.

Weinende Kinder – dunkeläugige Dämonen – gewalttätige Diktatoren regieren.
Unbekannte Zivilisationen übernehmen die Kontrolle über dein Denken.
Dies ist der Weg, den du niemals gehen wolltest,
und sie werfen ihre Netze aus, und du bist gefangen.

Dunkles Morgen – sorgenvoller Schlaf – Leichen bedecken blutgetränkten Boden
Als du deine Augen vor der Grausamkeit verschliesst,
stirbt die Hoffnung auf Veränderung durch dein eigenes Zutun.
Du hast den Weg gewählt, den du eigentlich niemals gehen wolltest,
und sie warfen ihre Netze aus, und nun bist du gefangen.
Gedanken zum Song Dieser Text stellt vordergründig "das Böse" dar, die feindliche Macht, die an unserer Zerstörung interessiert ist. Doch ob das Böse in Form dämonischer Mächte erscheint – flüsternde, hetzende Stimmen in der Dunkelheit – oder in Form gewalttätiger, narzisstisch verblendeter Diktatoren und sonstiger Machthaber ist nebensächlich. Der Refrain soll mit seiner Atemlosigkeit ohne Punkt und Komma unser Gefühl von Ohnmacht und Gehetztsein verdeutlichen. Gefühle der Ausweglosigkeit und panischen Flucht vor dem Unvermeidlichen. Dunkel ahnen wir, dass wir selber zu diesem Bösen beigetragen haben, ja es sogar in uns tragen, doch nun ist es zu spät; wir haben zu lange mitgespielt und haben die Kontrolle verloren. Wir sind die gejagten und nicht mehr die Macher.

Die Angst lähmt uns (oder lässt uns eben kopflos flüchten), so dass wir nicht mehr in der Lage sind, selbständig zu denken und zu entscheiden. Das kommt den Herrschenden zu Gute, was der Grund sein dürfte für sprichwörtliche "Schreckensherrschaften". Teile und herrsche, halte sie klein und verängstigt, damit sie deine Autorität nicht in Frage stellen können, dass sie sich nicht zusammenrotten und gegen dich erheben können.


Reto Frischknecht, November 2009