the race | Informationen zum Song

Dieser Text stellt vordergründig "das Böse" dar, die feindliche Macht, die an unserer Zerstörung interessiert ist. Doch ob das Böse in Form dämonischer Mächte erscheint – flüsternde, hetzende Stimmen in der Dunkelheit – oder in Form gewalttätiger, narzisstisch verblendeter Diktatoren und sonstiger Machthaber ist nebensächlich. Der Refrain soll mit seiner Atemlosigkeit ohne Punkt und Komma unser Gefühl von Ohnmacht und Gehetztsein verdeutlichen. Gefühle der Ausweglosigkeit und panischen Flucht vor dem Unvermeidlichen. Dunkel ahnen wir, dass wir selber zu diesem Bösen beigetragen haben, ja es sogar in uns tragen, doch nun ist es zu spät; wir haben zu lange mitgespielt und haben die Kontrolle verloren. Wir sind die gejagten und nicht mehr die Macher.

Die Angst lähmt uns (oder lässt uns eben kopflos flüchten), so dass wir nicht mehr in der Lage sind, selbständig zu denken und zu entscheiden. Das kommt den Herrschenden zu Gute, was der Grund sein dürfte für sprichwörtliche "Schreckensherrschaften". Teile und herrsche, halte sie klein und verängstigt, damit sie deine Autorität nicht in Frage stellen können, dass sie sich nicht zusammenrotten und gegen dich erheben können.


Von Reto Frischknecht, November 2009


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