the streams of time (Text & Musik: R. Frischknecht, 2011) Feeling cold and desolation
Scaring doubts obscure my way
Desturbing feelings blur my vision
I still don't know what is the price I have to pay
And I wonder:

Will I see the light that lights the path
The beacon to direct the course
This ship is due to take
To reach the land I'm bound to sail?

Help me through this night!

I let the streams of time carry my soul to shores unkonwn
I let the streams of time prepare my mind
To let go of the things I know
To reframe the knowledge of my world
To behold the wonders beyond the far horizon
I surrender to the streams of time

Die Welt zerfällt zu Staub und Asche
Das Feuer frisst sich seinen Weg
Die Seele brennt, Gedanken rasen
Die Zukunft wird erstickt von Rauch aus Angst und Schmerz
Und ich weiss nicht: Stirbt die Hoffnung auf ein Morgen und
die Sehnsucht nach dem Sinn für uns zuletzt
auch wenn wir einsam und verletzt nichts mehr verstehn?
Was hab ich getan?!

Du bist da – du bist nah
You are never ending love
Gib uns Zukunft, Hoffnung, Frieden
Give us guidance with your wisdom from above
And show me who I am!
Zeig mir, wer ich bin!


Übersetzung
Ich fühle die Kälte und Einsamkeit.
Erschreckende Zweifel behindern meinen Weg.
Beunruhigende Gefühle verschleiern mir die Sicht.
Ich weiss immer noch nicht, welchen Preis ich bezahlen muss ...
Und ich frage mich:

Werde ich dass Licht sehen, das mir den Weg leuchtet?
Das Leuchtfeuer, das den Kurs erhellt, den dieses Schiff nehmen muss
um das Land zu erreichen, das seine Bestimmung ist?

Hilf mir durch diese Nacht!

Ich lasse die Ströme der Zeit meine Seele an unbekannte Ufer tragen.
Ich lasse die Ströme der Zeit meinen Geist darauf vorbereiten,
die Dinge, die ich kenne, loszulassen;
um das Wissen über meine Welt neu zu definieren;
um die Wunder jenseits des Horizontes erblicken zu können.
Ich überlasse mich den Strömen der Zeit ...

Die Welt zerfällt zu Staub und Asche.
Das Feuer frisst sich seinen Weg.
Die Seele brennt, Gedanken rasen.
Die Zukunft wird erstickt von Rauch aus Angst und Schmerz,
und ich weiss nicht: Stirbt die Hoffnung auf ein Morgen und
die Sehnsucht nach dem Sinn für uns zuletzt,
auch wenn wir einsam und verletzt nichts mehr verstehn?
Was hab ich getan?!

Du bist da – du bist nah!
Du bist nie endende Liebe!
Gib uns Zukunft, Hoffnung, Frieden!
Führe uns mit deiner göttlichen Weisheit,
und zeig mir, wer ich bin!
Gedanken zum Song Es gibt Fehler im Leben, die scheinen so schlimm, dass man glaubt, nicht damit weiterleben zu können. Es gibt vermeintliche Schuld und vermeintliche Unschuld. Und deshalb ist nicht die Frage, ob ich mit meiner Schuld leben kann, sondern, ob ich damit leben kann, Fehler gemacht zu haben – so schlimm sie auch sein mögen – und zu wissen, auch in Zukunft wieder Fehler zu begehen. Weil zum Mensch-Sein das Fehlermachen dazugehört. Wie auch das Damit-leben-Müssen und -Können.

Ich glaube nicht, dass bestimmte Dinge passieren mussten, damit es danach gut werden kann, damit mein Leben gelingen kann. Ich glaube, dass trotz allem, was wir falsch machen, Gelingendes entstehen kann. Dass wir lernen, reifer werden. Und deshalb glaube ich auch, dass trotz allem Hoffnung angebracht ist, dass wir uns dem Strom der Zeit überlassen sollten; denn alles fliesst und verändert sich. Das hat nichts mit schönreden oder rechtfertigen zu tun. Es heisst nur, nicht zu verzweifeln und nicht zu resignieren.

Vermutlich tönt es sehr überzeugt, wenn ich sage: "Du bist da, du bist nah!" usw. Es ist das, was ich glauben möchte, an dem ich mich festhalten möchte. Sicher bin ich mir nicht. Ich weiss nicht, was ich glauben soll. Ich weiss nicht, ob es Gott gibt – weniger denn je. Nur: wenn es ihn gibt, dann ist es das, was ich glaube und was mir Hoffnung gibt.


Von Reto Frischknecht, Juli 2012