What will remain … (Text & Musik: R. Frischknecht, 2014) Open your hands and let go
Release the tenseness of your soul
Open your eyes and behold
A world much more precious than gold

Bathe in the light with all your senses
Lay down your weapons and lift up your voice
Dare to take steps towards the others
Reach out your hands an then join in the dance

For one day it will all end – and then, what will stand?

What will remain?
(Give me the power to conquer the hate!)
What will remain?
(Give me this hour to stand for my faith!) What will remain
when all the dreams will burn to ashes in flames?
What will remain
when all the music fades away in the pain of silence?

We’re fleeing in vain from the darkness
Ignoring the voice as it calls to our souls
Fear closes in and chills to the bone
We’re hiding in sedation from the scaring unknown
Hoping to save our lives as we wait
For the horror and pain to pass by

If we only had the heart to surrender to the light
We’d be given wings to fly over the sea of sadness
Towards the city of light


Übersetzung
Öffne deine Hände und lass los,
löse die verkrampfte Spannung deiner Seele.
Öffne deine Augen und siehe:
eine Welt, viel wertvoller als alles Gold.

Bade mit deinen ganzen Sinnen im Licht.
Lege deine Waffen nieder und erhebe deine Stimme.
Wage es, Schritte auf die anderen zuzugehen,
streck deine Hände aus und schliesse dich dem Tanz an.

Denn eines Tages wird alles zu Ende gehen. Und was bleibt dann bestehen?

Was wird übrig bleiben?
(Gib mir die Kraft, den Hass zu besiegen!)
Was wird übrig bleiben?
(Gib mir diese Stunde um für meinen Glauben aufzustehen!) Was wird übrigbleiben, wenn all die Träume in Flammen zu Asche verbrennen?
Was wird übrigbleiben, wenn die Musik im Schmerz der Stille verklingt?

Wir fliehen vergebens vor der Dunkelheit,
ignorieren die Stimme, die unsere Seelen ruft.
Angst rückt näher und lässt uns im Innersten erstarren.
Wir verstecken uns in Betäubungen vor dem schrecklichen Unbekannten
und hoffen, unsere Leben zu retten, während wir warten,
dass der Schrecken und Schmerz vorüberziehen möge.

Wenn wir doch nur den Mut hätten, uns dem Licht zu überlassen,
bekämen wir Flügel, die uns über das Meer der Traurigkeit tragen könnten,
der Stadt des Lichtes entgegen ...
Gedanken zum Song Viel Leiden entsteht aus unserer Angst, zu Kurz zu kommen. Wir verkrampfen uns, klammern uns an Dingen fest, die wir schlussendlich dennoch verlieren. Fürchten uns vielleicht jahrelang vor einem möglichen Krankheitsschicksal – und verpassen darüber jetzt bewusst zu leben und zu geniessen, was uns geschenkt ist. Und vermiesen uns damit sowohl Gegenwart wie Zukunft. Wir sollten loslassen können – weil wir nichts wirklich brauchen. Wir sollten uns öffnen und Gott überlassen, um freie Hände zu haben und die Geschenke annehmen zu können oder Aufgaben anpacken zu können. Wir sollten gemeinsam an der Welt bauen. Das braucht Mut zum Vertrauen. Das braucht innere Stärke und Zuversicht. Doch wenn wir es können, wenn wir uns hingeben, anpacken, lieben, dann erfüllen wir die vom Leben gestellten Aufgaben, dann erfüllen wir unser Dasein. Und dann brauchten wir keine Angst vor dem Tod zu haben, der ja zum Leben gehört, ja das Leben erst wertvoll macht. Denn wenn wir nicht sterben müssten, gäbe es keinen Grund, etwas genau heute zu tun, überhaupt etwas zu tun, denn es bleibe ja morgen oder irgendwann noch Zeit dazu. Weil aber alles zu Ende gehen wird, ist es wichtig, dass wir die Dinge anpacken und verwirklichen. Denn eines Tages wird alles vorbei sein – und was bleibt dann bestehen?

Nur unsere verwirklichten Taten! In alle Ewigkeit. Wenn unsere Leben sich erfüllt haben, bleiben sie als Denkmäler bestehen, durch Raum und Zeit. Es lohnt sich also, zu überlegen, was für ein Denkmal ich hinterlassen will ...


Von Reto Frischknecht, Februar 2015